Evangelische Kirchengemeinde Rönsahl

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So nah und doch so fern...Pfarrerin Ramona Winkler- Rudzio spricht über den Islam.

 

Rönsahl, den 7.9.2017

Sie leben - zum Teil bereits seit etlichen Jahren, zum Teil aber auch erst seit Beginn der Flüchtlingswelle -  mitten unter uns, sind zumeist gute Nachbarn, oftmals Arbeitskollegen in der gleichen Firma, und die Kinder besuchen dieselbe Schule. Und wenn`s besonders gut läuft, dann trifft man sich gemeinsam beim Sport, pflegt manchmal die gleichen Hobbys. Zumal wenn anfangs bestehende sprachliche Barrieren nach und nach  überwunden sind und man miteinander ins Gespräch kommt und sich herausstellt, dass die jeweiligen Interessenlagen gar nicht so unerreichbar  weit voneinander entfernt liegen, scheint der Weg zur Normalität und dem wünschenswerten Miteinander von alteingesessenen Bürgern und „ Zuwanderern“ aus mancherlei fremden Ländern durchaus gangbar.
Ein hoher Prozentsatz der Zuwanderer bekennt sich zum Islam, einer Religion, die für die meisten der am Donnerstagnachmittag zum turnusmäßig angesagten Treffen der Rönsahler Frauenhilfe im Gemeindehaus bislang so etwas wie „ ein Buch mit sieben Siegeln“  bedeutete. Das zumindest ein Stück weit zu ändern, war das Anliegen von Pfarrerin Ramona Winkler – Rudzio aus Lüdenscheid, Vielen in Rönsahl noch gut bekannt aus der Zeit ihres Vikariats an der Servatiuskirche. Die Frauen erfuhren, dass der Islam ebenso wie das Christentum und auch der jüdische Glaube als monotheistische Religion gilt und als jüngste dieser drei Religionen im siebten Jahrhundert n. Chr. entstanden ist. Die monotheistischen Religionen kennen nur den einen Gott, im Islam ist das Allah, und dessen Prophet ist Mohammed. Das was für die Christen die Bibel, sei für die Muslime der Koran mit seinen insgesamt 114 Suren ( Kapiteln), die mancherlei Ähnlichkeiten mit dem aufweisen, was Christen glauben, erläuterte die Pfarrerin.
Der Islam gründe sich auf fünf Säulen, die bestimmen, was ein Moslem zu tun habe, hieß es erläuternd dazu. Die erste Säule sei die Shahada, das Glaubensbekenntnis zu Allah, die zweite das mehrmals täglich zu festen Zeiten vorgeschriebene gen Mekka gewandte Gebet als Zentrum des islamischen Glaubenslebens. Als dritte Säule gilt das Fasten ( Ramadan), elementar wichtig ist ferner die zu entrichtende Sozialabgabe ( Zakat), und nicht zuletzt sei es für jeden Muslim Pflicht, zumindest einmal im Leben eine Wallfahrt nach Mekka, die so genannte Hadsch, zu unternehmen.
Untermalt wurde die ebenso unterhaltsam wie informativ gestaltete Gesprächsrunde durch diverse Utensilien, die zum muslimischen Glauben gehören, wie Gebetsteppich, Kompass oder das traditionelle Gebetskäppchen der Männer und das obligatorische Kopftuch der Muslima.
Mit dem abschließenden Hinweis darauf, dass der Islam im Kern eine auf Frieden ausgerichtete Religion sei und dass gläubige Muslime auf keinen Fall mit den verabscheuungswürdigen terroristischen Taten der sogenannten Islamisten in einen Topf geworfen werden sollten, klang der Nachmittag aus. Cr.-

 
 
 
 
 
 
 
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