Evangelische Kirchengemeinde Rönsahl

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Heißes Thema erfordert kühlen Kopf:Rönsahler Männerforum diskutiert über die Rüstungsindustrie.

 

Rönsahl, den 16.4.2018

Sicher, das „Ei des Kolumbus“ wurde nicht gefunden, ein wirklich praktikabler und für alle Beteiligten ohne Abstriche akzeptabler Weg aus der derzeit ziemlich angespannten Weltlage – wie zu erwarten - ebenfalls nicht. Dessen ungeachtet erwies sich der am Montagabend im Evangelischen Gemeindehaus stattgefundene erste Diskussionsabend im Rahmen der seit vielen Jahren immer wieder gut frequentierten Rönsahler Männerforums allerdings wieder einmal als absoluter Volltreffer in Sachen aktueller Weltpolitik. Dies vor allem vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklung im Syrienkrieg und der Tatsache, dass US-Präsident Trump einmal mehr die Muskeln spielen ließ.
Gut zwanzig Männer hatten sich einladen lassen zu diesem Abend unter dem Thema „ Die Rüstungsindustrie – ein notwendiges Übel oder Spitzenreiter bei Forschung und Entwicklung ?. Als sachkundiger Diskussionsleiter und Gastreferent stand in Person von Markus Poszich, Mitarbeiter in der Schutzindustrie und mit den Dingen um die Zusammenhänge in der Rüstungs- und artverwandten Industrie vertraut, ein Kenner der Materie zur Verfügung. Und man war gespannt darauf, wie ein Insider, zumal als Christ und als Presbyter in Kierspe ehrenamtlich engagiert, die Dinge sieht und beurteilt.
So schickte der Referent der eigentlichen Diskussion zur Einführung ins Thema ein längeres und ins Detail gehendes Infopaket über Arbeitsweise und Funktion der bei seinem Arbeitgeber, einem kompetenten Hersteller von so genannten Schutzkomponenten für die Sicherheit von auch in der Rüstungsindustrie gebräuchlichen Zubehörteilen,  voraus.
Wie komplex indes das gesamte Thema um die Bedeutung der Rüstungsindustrie,  nicht nur im Hinblick auf die Verteidigungsbereitschaft des eigenen Landes sondern auch für den gesamtwirtschaftlichen Bereich in Deutschland und Europa ist, wurde in der sich anschließenden und von lebhaften Diskussionsbeiträgen getragenen Analyse deutlich. Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer in der generellen Verurteilung kriegerischer Auseinandersetzungen, so wie sie derzeit an manchen Stellen in der Welt für Unheil sorgen. Auch das Problem deutscher Waffenexporte in Krisenländer und die dabei angewandten Praktiken wurde angesprochen.
Dass die von mehren Despoten ohnehin bedrohlich angeheizte Weltlage nur durch Gespräche am Verhandlungstisch entschärft werden könne, wobei auch der deutschen Diplomatie eine wichtige Rolle in der Entspannungspolitik zukomme, war Konsens an diesem Abend, der im Übrigen ausreichend Raum für den Austausch vielschichtiger Argumente ließ und mit dem Hinweis auf die nächste Veranstaltung ausklang. Am 20.September steht zur Abwechslung wieder einmal eine Exkursion an. Dann nämlich lädt das Männerforum ein zum gemeinsamen Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebes in Anschlag bei Halver. Cr.-

 
 
 
 
 
 
 
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