Evangelische Kirchengemeinde Rönsahl

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Alles Luther – oder was ? Geistliche beider Konfessionen zu Gast beim Rönsahler Männerforum.

 

Rönsahl, den 7.9.2017

Nur noch wenige Wochen bis zum 31. Oktober, dem Datum, an dem vor allem evangelische, aber auch katholische Christen des Tages gedenken, an dem vor nunmehr genau 500 Jahren der Augustinermönch Martin Luther seine 95 Thesen, mit denen er die damals vorhandenen zahlreichen eklatanten Missstände in der katholischen Amtskirche anprangerte, an das Portal der Schlosskirche zu Wittenberg nagelte und damit den Anstoß zu einer die Welt verändernden Reformation der Kirche gab.
„Wie sehen katholische Christen diese Dinge heute – und wie die Protestanten, sind die in Feierstimmung ? “ So lautete die Fragestellung als Überschrift eines – das sollte sich schon bald herausstellen – wie immer; wenn man sich im Rahmen des Rönsahler Männerforums zur Diskussion über ein zeitnahes Thema trifft,  ebenso spannenden wie unterhaltsamen Abends im Evangelischen Gemeindehaus. Dankenswerterweise, so freute sich Moderator Pfarrer i.R. Heinz Georg Ackermeier, hatten sich mit Martin Ahlhaus, evangelischer Pfarrer im Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (Möwe) in der Region Südwestfalen, sowie dem katholischen Geistlichen Torsten Rehberg, als für die Gesamtgemeinde St. Maria Imaculata im Pfarrbezirk Kierspe-Meinerzhagen zuständigem Pfarrer, kompetente und mit der Materie bestens vertraute Gesprächspartner gefunden.
Anhand eines geschichtlichen Rückblicks mit zum Teil unterschiedlich akzentuierten punktuellen Schwerpunkten gingen beide Geistliche auf das schwierige politische wie religiöse Umfeld der damaligen Zeit ein und würdigten die Reformation als das prägende Ereignis, das die Welt völlig verändert habe. Dazu entscheidend beigetragen habe nicht zuletzt Luthers Bibelübersetzung aus der lateinischen in die deutsche Sprache, wenngleich vielerlei schmerzliche Begleitumstände die Spaltung der Kirche zusätzlich begünstigt hätten. Es folgten 500 Jahre „Beißschule“ und ein langer Lernprozess, in dem beide christliche Kirchen letztendlich begriffen hätten, dass man aufeinander zugehen und den bereits eingeschlagenen Weg weitergehen müsse. Der interreligiöse Dialog werde dabei immer wichtiger und sei heute mindestens genau so wertvoll wie die Ökumene, dies auch in einer Welt, in der christliche Denkungsweise und der gestalterische Einfluss der Kirchen – zumal auch in Europa – eher rückläufig seien.
Dass die Gemeinsamkeiten in den beiden großen christlichen Kirchen trotz nach wie vor unterschiedlicher Auffassungen in verschiedenen Punkten ( Papsttum, Eucharistie beziehungsweise Abendmahl, Zulassung von Frauen zum Priesteramt, Zölibat und anderem) indes überwiegen, war im Rahmen des lebhaften Meinungsaustausches, an dem auch die Zuhörer beteiligten, unbestritten, Das jedoch dürfe kein Hinderungsgrund sein für ein konsequentes Weitergehen auf dem Weg der zunehmenden Einheit, so der abschließende Konsens. Cr.-

 
 
 
 
 
 
 
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